Über wortzeitlos

Worte fallen, wie sie fallen... Gedankensprünge zwischen den Zeilen des Lebens. Die Welt atmet mit uns, das Leben atmet in uns und die Zeit füllt die Jahre...

ein schrank, ein leben

im schrank stapeln sich
viele dinge eines lebens

rosarote gefühle,
wiesengrüne hoffnungen,
schwarze Mäntel
der schweren Schritte,
ein Sommerhut,
über Lügen gestülpt

ein Rucksack
voller Kummer,
ein kleines, rotes Herz
aus Pappe, voll mit Liebe
eine große Tasche,
gefüllt mit alleinsein
und einsamkeit.

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©️wortzeitlos
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kein entrinnen

… kaum angekommen, erblickt sie das phantom, das ihr ewig hinterher jagt und die vergangenheit nicht verblassen lässt – ganz egal wie sehr sie es wollte. sie durchlebt unzählige aufwühlende augenblicke von früher, vieles davon war nicht geplant, zumindest nicht von ihr – aber vielleicht vom leben selbst.

 

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unbändige worte

der wind schüttelt die letzte frische des vergangenen winters von den ästen, mit einem strauß von sonnenstrahlen begrüßt der frühling blühende knospen und die liebe ist eine mögliche antwort auf die abwesenheit von nähe zu dir fliegen all meine gedanken und worte sickern durch den stoff meiner schutzmaske durch, wirbeln in der luft von viren umzingelt, doch sie kämpfen sich mutig und unaufhaltsam bis zu dir durch …

 

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immer noch fragen

gefühle verbergen
oder sie noch einmal
durchleben

die summe der augenblicke
rekapitulieren
gedanken wiederholen
(immer dieselben)

nur das herz stellt fragen
immer noch,
immer neue fragen
finden keine passenden
gedanken
(als antwort)

 

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schreiben

man müsste einen versuch
inmitten der verzweiflung
wagen
zwischen den tränen
auf ein wunder warten
einen augenblick innehalten
über unscheinbares nachdenken

die verzweiflung abschütteln
und die schulter hochziehen,
damit die verzweiflung sie
nicht mehr erklimmen
und niederdrücken kann
mit ihrem ballast

die augen trocknen
die schotten dicht machen
damit die tränen den klaren blick
nicht mehr überfluten

und schreiben, schreiben,
alles von der seele schreiben …

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hoffnung (2)

… im licht des flusses in der nacht zu finden ist nur die sehnsucht nach dir dürstenden gefühle und das leben ist voll glück, das glück ist voll leben zu haben ist eine andere art von stille, die hoffnung auf den blättern der bäume schimmert grün, sie ist so groß wie das meer, die hoffnung, die über alle grenzen hinaus wächst und gedeiht, uns überallhin begleitet ein leben lang.
wir wissen, dass auch diese tage einmal vorbei sein werden, weil alles irgendwann vorbei ist, auch das leben selbst, aber noch nicht, wenn die zeit es nicht will, nur sie hat es in der hand und wir haben nichts, nur die hoffnung – die ganz große. wir halten sie fest wie ein schwert, bedrohlich gegen die zeit gerichtet, auch wenn sie sich nicht drohen lässt; nicht von uns. wie viele tage, wochen, monate gibt uns noch die zeit; lässt sie uns diesmal gewinnen oder lässt sie zu, dass die welt an diesem kampf zerbricht, an dem kampf gegen den unsichtbaren feind, der keine grenzen kennt, der über alle grenzen hinaus wächst und gedeiht – wie die hoffnung, unser aller hoffnung auf mehr leben und länger leben mit dem kleinen oder großem glück, das wir haben oder noch finden könnten, wenn die zeit uns gewinnen lässt.

 

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