endlose nacht

in endloser nacht
taut die liebe auf
schmilzt auf der haut
oh, endlose nacht!

das herz liest gedichte
in den blicken,
zählt die küsse
brennende hände
tasten nach liebe

doch sie schmilzt
und verflüchtigt sich
in der dämmerung
der morgen küsst uns
schweigen auf die lippen –
diese nacht war
bloß ein traum.

.

©wortzeitlos

auf den frühling wartend

mattgrün ruhen noch
die wiesen
antiquierte gedichte
liegen in den gräben
(längst vergessene)

vereinzelt kommen vögel,
berühren den
blausamen himmel
mit ihren flügeln,
tauchen hinter wolken
unter

aus den augen
aus dem sinn,
doch ein gedicht schwebt
vor meinem gesicht –
dann brechen worte
aus den zeilen heraus,
ruhen sich stumm
zwischen den gräsern aus

und ich spüre,
du bist einsam
zwischen grün und blausam,
wie du dort verweilst,
auf den frühling
wartend …

 

©wortzeitlos