wellen erzählen

wellen erzählen geschichten,
sie brechen an ufern, an felsen,
rollen an den strand
und beginnen von vorn
wenn ihr rauschen verebbt
legen mir worte,
geschichten zu füßen
die hinterm horizont
entstehen –

sie verblassen
auf ihren langen wegen
aber ihre wahrheit
bewahren die wellen
wie die zeit unsere
gespräche aufbewahrt
und ihre worte niemals
ganz in den fluten
versinken lässt

die wahrheit liebt
das licht –
wie ich.

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©Wortzeitlos

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illusionen

ich fand alte notizen
auf dem weg zu dir
und so geriet ich
in eine andere zeit
während der zugfahrt
denke ich mehr als
nur eine zeile lang
an dich

und später spüre ich
erste regentropfen
auf der haut –

ach wie oft
wartete ich im regen
auf dich –
auf dein lächeln
über den wolken
wenn irgendwo in der nähe
liebespaare lachten

du flüsterst mir
ins ohr, dass es dich gar nicht gibt
es ist nur der mond,
der illusionen erschafft
und der wind,
der mich glauben lässt,
dass du jene worte
ausgesprochen hast

und ich dachte
es war liebe
ich dachte
du hast mich geliebt,
mich gebraucht
wie trockene erde
den sommerregen
liebt und begehrt …

 

©Wortzeitlos

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im zwielicht

du und deine worte bleiben, schweben zwischen uns und zeichnen welten im lichtkreis des mondes. unsere zwiesprache findet im zwielicht statt, der abend ist voller schatten, die silben spiegeln sich im falschen schein, der dich umhüllt. das blatt papier bleibt weiß, ahnungslos schimmert es matt in meiner hand, ich wollte dein gesicht darauf zeichnen,  deine worte aufschreiben, aber alles bleibt verborgen hinter dem falschen schein; leuchtet, als stammte er vom mond, doch wir beide wissen, der mond ist weit weg. das zwielicht umkreist dich, du wirst es nicht los – und mein innerer zwiespalt wächst.

 

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