immer noch fragen

gefühle verbergen
oder sie noch einmal
durchleben

die summe der augenblicke
rekapitulieren
gedanken wiederholen
(immer dieselben)

nur das herz stellt fragen
immer noch,
immer neue fragen
finden keine passenden
gedanken
(als antwort)

 

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schreiben

man müsste einen versuch
inmitten der verzweiflung
wagen
zwischen den tränen
auf ein wunder warten
einen augenblick innehalten
über unscheinbares nachdenken

die verzweiflung abschütteln
und die schulter hochziehen,
damit die verzweiflung sie
nicht mehr erklimmen
und niederdrücken kann
mit ihrem ballast

die augen trocknen
die schotten dicht machen
damit die tränen den klaren blick
nicht mehr überfluten

und schreiben, schreiben,
alles von der seele schreiben …

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getrennte wege

das unruhige in mir
längst vergessen
die klagen der stille um mich
längst verstummt

ich setze meinen weg fort,
mit schweigen beladen
blicke ich nach vorn,
dort, wo ich dich nun
nicht mehr sehe

du stehst längst
nicht mehr dort,
wartest nicht mehr
auf mich
die zukunft hat dich
unsichtbar gemacht
– für mich.

 

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hoffnung

die hoffnung verkündet
kein glück
ahnt nichts gutes
oder böses – sie ist

die hoffnung
schwebt konturlos,
ohne form
vor unseren augen
wir halten sie fest
mit unseren blicken
(bitte bleib bei uns!)

in ihrem schatten
liegen unzählbar
viele särge,
die stimmen längst
verstummt –
sie haben keine angst

nicht mehr.

 

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es ist liebe

der grüne garten
im mondlicht
voll schwarzer
schatten

die liebenden,
die ein paar augenblicke
für sich stehlen,
um allein zu sein

ihre haut noch
sonnenheiß
vom tag
oder ihr herz
steht in flammen –

es ist liebe,
es ist verlangen.

 

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bei morgendämmerung

an jenem morgen –

ich sah deine worte
nicht kommen
sie durchbrachen den
purpurblauen mantel
des himmels –

der morgen dämmerte erst,
glitt leise aus der
umarmung der nacht,
doch deine worte
hielt er schon
in der hand,
um mir das ende deiner
liebe zu verkünden

an jenem morgen …

 

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