im weichen mondlicht

sehnsüchtig erbebt
das seeufer im
weichen mondlicht
der blaue atem der kühlen
frühlingsnacht streift
meine haut
(und deine)

von den sternen tropft
goldenes licht herab,
tänzelt auf deinen lippen,
auf deinem gesicht –
meine seele erzittert
auf den sanften pfaden
des traums …

 

©wortzeitlos

seelenmeer

sterne der nacht
in deiner hand
wenn sie meine
wangen berührt
küssen die sterne
meine lippen

sanft, wie du

 

sanft ruht die nacht
auf meiner haut
prickeln deine worte
und segeln auf unserem
stillen seelenmeer
durch den nebel
der zukunft

nicht länger
suchend

 

©wortzeitlos

 

dunkle düfte

dunkle düfte der nacht
umkreisen meine
erinnerungen
und schlängeln sich
durch die zeiten

ihr weg ist lang,
manchmal für
sekunden ins licht
getaucht –

von einem blitz der
freude oder des glücks
erhellt

 

manchmal

 

©wortzeitlos

gedankenwache

gedanken halten
mich wach
von der nacht draußen
strömt immer mehr
dunkelheit ins zimmer
konturen verlieren sich
in ihren eigenen schatten

nur die gedanken
springen hin- und her
halten sich an worten fest
die wie haken,
an den wänden hängen –
dort hatten sie sich einst
verfestigt, sich selbst befestigt
als stumme klagen
über meine lippen kamen

oder waren sie doch zu laut,
in worte gekleidet habe ich
sie gegen die wand
geschleudert vor lauter wut
auf mich selbst,
auf das leben –

 

auf dich, der mich
einst verließ

 

©wortzeitlos

die pracht der nacht

die schwere blaue
pracht der nacht
blüht im dunkel
deiner seele
wie eine nachtviole
verströmt sie ihren
duft in deinen poren
und unter der haut

wenn du mich umarmst
spüre ich die schwere
der nacht

wenn du mich küsst
rieche ich den
köstlichen duft

wenn du die augen schließt
fällt das dunkel von dir ab
und deine seele blüht auf

 

©wortzeitlos