wenn du gehst

wenn du gehst,
sei leise –
mein herz will
deine schritte
nicht hören

und doch werden
sie in meiner seele
nie verhallen

deine schritte, die sich
auf dem rücken der zeit
von mir entfernen
und mit unserer
zukunftsmusik von einst
für immer verklingen …

 

©wortzeitlos

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schreiben

man müsste einen versuch
inmitten der verzweiflung
wagen
zwischen den tränen
auf ein wunder warten
einen augenblick innehalten
über unscheinbares nachdenken

die verzweiflung abschütteln
und die schulter hochziehen,
damit die verzweiflung sie
nicht mehr erklimmen
und niederdrücken kann
mit ihrem ballast

die augen trocknen
die schotten dicht machen
damit die tränen den klaren blick
nicht mehr überfluten

und schreiben, schreiben,
alles von der seele schreiben …

©wortzeitlos

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fremde nächte

fremd ist die nacht
ohne mondglanz
voll dunkler ahnung

schemenhaft sind
die konturen
nackter zweige
vom frühling noch
nicht berührt,
noch nicht wachgeküsst

die seele träumt
von frühlingsklängen,
vom blühen und
vom neubeginn

 

©wortzeitlos

 

im weichen mondlicht

sehnsüchtig erbebt
das seeufer im
weichen mondlicht
der blaue atem der kühlen
frühlingsnacht streift
meine haut
(und deine)

von den sternen tropft
goldenes licht herab,
tänzelt auf deinen lippen,
auf deinem gesicht –
meine seele erzittert
auf den sanften pfaden
des traums …

 

©wortzeitlos

seelenmeer

sterne der nacht
in deiner hand
wenn sie meine
wangen berührt
küssen die sterne
meine lippen

sanft, wie du

 

sanft ruht die nacht
auf meiner haut
prickeln deine worte
und segeln auf unserem
stillen seelenmeer
durch den nebel
der zukunft

nicht länger
suchend

 

©wortzeitlos

 

blinder spiegel

der winter reist
um meine seele
um mein herz

hält einzug
zwingt mich zur einkehr
in das tiefe innere zu blicken
wo sonst nur frühling,
sommer daheim sind

der winter
drängt sich dazwischen
lässt die blüten erfrieren
das blühen erstarren
gräbt alles um
will mir zeigen
dass neben wärme
auch kälte
in mir wohnt
gleichgültigkeit
verzweiflung
und wut
auf mich selbst

alle im blinden spiegel
meiner seele verborgen –

da blicke ich nicht gern
hinein

 

©wortzeitlos