zartgewebt

zartgewebt
und feingesponnen
sind die gefühle
zwischen uns
von der zeit der
unschuld überholt
mit einem lächeln
die muse
hinter uns
all ihre worte
wurzeln tief in uns

.

©wortzeitlos

unerreichbar

an manchen tagen
ist die welt zu laut,
voller kampf und leid,
heimatlosigkeit und
angstschrei

an solchen tagen
sind schöne worte
auf der flucht,
unerreichbar für
die poesie des lebens –
für die poesie
in mir

.

©wortzeitlos

müde worte

verblasste zeilen,
müde worte in ihren
letzten atemzügen,
das papier, auf dem
sie stehen, zerbrechlich,
eingerissen

ich habe sie zu oft
gelesen –

 

deine briefe
aus einer anderen
zeit

 

©wortzeitlos

seelenmeer

sterne der nacht
in deiner hand
wenn sie meine
wangen berührt
küssen die sterne
meine lippen

sanft, wie du

 

sanft ruht die nacht
auf meiner haut
prickeln deine worte
und segeln auf unserem
stillen seelenmeer
durch den nebel
der zukunft

nicht länger
suchend

 

©wortzeitlos

 

leuchtende güte

das böse dunkel
versteckt sich
in deiner seele

aber in deinem herzen
leuchtet güte,
golden schimmern
die funken der liebe

deine worte fallen
wie warme
sommerregentropfen
auf meine haut

 

©wortzeitlos

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stumme einsamkeit

wenn du jetzt jemanden
zum reden hättest
würden die worte
dich aus der einsamkeit
reißen,
sich an den gedanken
des anderen festklammern,
um in ihm nachzuhallen,
ihn zu bleiben zwingen

damit neue worte,
die in dir reifen
nicht mehr
in die nachtschwarze
leere der einsamkeit
fallen

ohne gehört zu werden

 

©wortzeitlos

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