zeit ohne türen

als ich damals –
die träume bunt,
mit sehnsucht
durchtränkt

in einer zeit ohne türen,
zum bleiben verdammt

nur wenn ich
die augen schloss,
leuchteten meine träume
flößten mir kraft ein
zu warten,
bis türen in der mauer
der zeit entstünden
und ich endlich
fliegen könnte,

zu meinen träumen
fliegen könnte.

 

©wortzeitlos

 

flammende träume

ein sehnen zerrinnt
zwischen glühenden fingern
als fiele ein unsagbarer traum
in die dunkle leere der nacht

in der tiefe leuchten die
versprechen der zuversicht,
flammen des willens
züngeln voll mut
und leidenschaft –

doch die sterne sind
noch weit,
unerreichbar weit …

 

©wortzeitlos

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alles im dunkeln

was noch im dunkeln
keimt
hat keine form,
keine kontur
tastet blind
nach dem licht,
um sich selbst
zu finden.

auch für uns
und für das,
was wir jetzt tun,
reicht das licht
nur bis zu unserer
nasenspitze –
alles dahinter
schwelt im dunkeln,
auf züngelnden
flammen wartend.

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©️wortzeitlos

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Foto: wortzeitlos

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von stern zu stern

im worthof des mondes
leuchten die schatten
der worte
von farbigen kränzen
umfasst

die worte wandern
durch die nacht,
von stern zu stern
immer tiefer
in das dunkel hinein

nur ihre schatten
leuchten noch –
die worte aber kehren
nicht mehr zurück

 

©wortzeitlos

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sehnsucht im frühling

die lieder des frühlings
verführen
die lüfte des frühlings
wecken die sehnsucht
in meinen gedanken
an dich

die wolken stehlen
das licht des himmels,
legen es mir zu füßen
als wäre es die welt –
meine gefühle tauchen
in das warme lichtbad
vom duft des frühlings
betäubt,
im glück schwelgend …

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©wortzeitlos

zeitlos

die zeit verläuft
auf deinem gesicht
wie schminke
unter tränen
eine landschaft mit
gräben, flecken, linien,
unebenheiten
malt dir die zeit
auf dein gesicht

es sind spuren der reife,
sagst du
die falten, die altersflecke
die roten adern
die unreinheiten –
so kommt es immer,
ob du es willst oder nicht

und doch war dein gesicht
noch nie so rein,
so lichtdurchflutet
hinter der trüben iris
ist ein leuchten,
da strahlt ein wissen

wenn deine lider
sich für immer schließen
werden zwei sterne für mich
jede nacht leuchten
von wo auch immer ich
nach oben blicke

 

©wortzeitlos