im dunkel des vergessens

die mühlen
des lebens mahlen.

mahlen langsam,
stunde für stunde
jahr für jahr
mahlen die zeit –

sie wird zu staub,
der wind fängt ihn auf
verstreut ihn über die meere,
unter den wellen versinkt er
in der tiefe
im ewigen dunkel
des vergessens,
unter dem sand

die mühlen des lebens
zermahlen erinnerungen
zermahlen glück
zermahlen leid
sehnsucht und träume
die stimmen,
die aufbegehrten

was bleibt
vom dasein übrig,
was bleibt von einem
menschenleben
zurück?

 

©wortzeitlos

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müde worte

verblasste zeilen,
müde worte in ihren
letzten atemzügen,
das papier, auf dem
sie stehen, zerbrechlich,
eingerissen

ich habe sie zu oft
gelesen –

 

deine briefe
aus einer anderen
zeit

 

©wortzeitlos

durch alle schichten

sag mir nicht
woher du mich
kennst

sag mir nur,
was du siehst
wenn deine blicke
in meinen versinken
und den tiefsten grund
in meinem inneren
berühren

oh, wie lange bin ich
gewandert
durch alle schichten
meines wesens
und das wahre in mir
doch nicht gefunden –

 

noch nicht

 

©wortzeitlos