hoffnung (2)

… im licht des flusses in der nacht zu finden ist nur die sehnsucht nach dir dürstenden gefühle und das leben ist voll glück, das glück ist voll leben zu haben ist eine andere art von stille, die hoffnung auf den blättern der bäume schimmert grün, sie ist so groß wie das meer, die hoffnung, die über alle grenzen hinaus wächst und gedeiht, uns überallhin begleitet ein leben lang.
wir wissen, dass auch diese tage einmal vorbei sein werden, weil alles irgendwann vorbei ist, auch das leben selbst, aber noch nicht, wenn die zeit es nicht will, nur sie hat es in der hand und wir haben nichts, nur die hoffnung – die ganz große. wir halten sie fest wie ein schwert, bedrohlich gegen die zeit gerichtet, auch wenn sie sich nicht drohen lässt; nicht von uns. wie viele tage, wochen, monate gibt uns noch die zeit; lässt sie uns diesmal gewinnen oder lässt sie zu, dass die welt an diesem kampf zerbricht, an dem kampf gegen den unsichtbaren feind, der keine grenzen kennt, der über alle grenzen hinaus wächst und gedeiht – wie die hoffnung, unser aller hoffnung auf mehr leben und länger leben mit dem kleinen oder großem glück, das wir haben oder noch finden könnten, wenn die zeit uns gewinnen lässt.

 

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sorgenentsorgung

ich gehe still
am trägen fluss entlang
kies knirscht
unter meinen füßen
und bricht die stille
aber nicht mein schweigen,
das den fluss umarmt

was suchst du hier,
fragst du
und ich spüre wie du
dich um mich sorgst

leise lasse ich
meine gedanken
in den fluss gleiten
die ängstlichen,
die sorgenvollen –

weit weg soll er sie von
mir tragen,
nur fort von mir

ins meer spülen soll er sie
und in der dunklen tiefe versenken
damit ich sie nicht mehr spüre
und die sorgen um mich
in deinen blicken
nicht mehr sehe

 

©wortzeitlos