begegnung

augenblicke
leuchten zwischen
den bäumen,
erhellen die nacht im wald
sie rauschen
wie blätter im wind
von stiller einsamkeit
umarmt

worte fallen
zwischen regentropfen
fallen und ruhen
auf moos und ästen
und in jedem dieser worte
begegnen wir uns aufs neue
(zumindest in gedanken)

ja, der regen verbindet uns beide
solange es mond und sonne,
ebbe und flut und
wolken gibt.

 

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leer, wartend

ein vogelschwarm
bringt den himmel
näher
wolken verfängen sich
in den baumkronen
das gras wiegt sich
im wind

und die parkbänke leer,
auf stimmen und worte,
eine umarmung, küsse
wartend – wie lang?

der himmel scheint nah,
wenn der abstand
zwischen uns
größer wird –

so will es die zeit

 

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sichtbar bleiben

die einsamkeit
ist ein meer
voll schweigen
und stille
stumme atemzüge
ziehen ihre bahnen

in der tiefe
lauert die angst,
im dunkeln
das vergessen

an der oberfläche
geht der kampf weiter,
um wenigstens
sichtbar zu bleiben –
einsam und allein,
aber noch am leben

aber was zählt das noch
in diesen schweren zeiten,
wo ringsum der schwarze
schatten um sich schlägt,
so vielen das licht raubt –

für immer

 

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kein zeichen

in absolutem schweigen
vertiefen sich die falten
(an meiner stirn)

gefühle hämmern im herzen
doch es kommt kein zeichen
(von dir)

***

kerzengerade tannen
wiegen sich im wind,
dankbar für das mondlicht

***

in der mitte des weges
entgleisen (meine) wünsche
und doch überdauern
sie die zeit –
mein mantel aus staub
deckt sie zu,
sanft wie die ewige nacht

***

weit hinter den sternen
lächelt meine seele,
blickt auf
die welt hinab –

und sucht dich …

 

©wortzeitlos

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