windrauschen

windrauschen
lässt die worte
verstummen,
das schlaflied der sterne
lässt mich sie ganz
vergessen

die nacht ist stille
die stille ist nacht,
alle gedanken gehen
hinter dem mond
verloren,
ins unbekannte dunkel
eintauchend …

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©wortzeitlos

In stiller Umarmung

… und wie die Bäume in den frühen Stunden den Morgen leise atmen, auch wenn der Wald noch im Schatten liegt, und wie die letzten Stunden der Nacht in die ausgebreiteten Arme der Morgendämmerung fallen, so wie ich abends in deine, wenn der Tag die Kräfte verzehrt und alle Worte verbraucht hat, und nur mehr Gedanken übriggeblieben sind, die man in einer langen, stillen Umarmung miteinander teilt und ich spüre, wie neue Kraft durch deine warmen Handflächen in meine Adern sickert. Wie gut, dass es diese Abende gibt – mit dir.

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©wortzeitlos
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wald, Landschaft, morgendämmerung, sunrise, landscape, aussicht, natur

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im weichen mondlicht

sehnsüchtig erbebt
das seeufer im
weichen mondlicht
der blaue atem der kühlen
frühlingsnacht streift
meine haut
(und deine)

von den sternen tropft
goldenes licht herab,
tänzelt auf deinen lippen,
auf deinem gesicht –
meine seele erzittert
auf den sanften pfaden
des traums …

 

©wortzeitlos

zartgewebt

zartgewebt
und feingesponnen
sind die gefühle
zwischen uns
von der zeit der
unschuld überholt
mit einem lächeln
die muse
hinter uns
all ihre worte
wurzeln tief in uns

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©wortzeitlos

unerreichbar

an manchen tagen
ist die welt zu laut,
voller kampf und leid,
heimatlosigkeit und
angstschrei

an solchen tagen
sind schöne worte
auf der flucht,
unerreichbar für
die poesie des lebens –
für die poesie
in mir

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©wortzeitlos

friede im haus

sonnengold leuchtet
das haus,
wenn friede darin herrscht
und kein zwist, der
die stimmung betrübt

deine hand weich
wie samt,
wenn sie mein gesicht
tröstend berührt –
deine augen sprechen
ohne worte

und ich habe dir
(schon wieder) verziehen

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©wortzeitlos