neubeginn

komm,
halt mich fest
sieh und sing
das lied der
neugeborenen liebe

höre, wie die bäume
flüstern –
alle lügen fallen
aus den nestern

der wind weht sie
fort und ein blatt
wendet sich leise
der sonne zu …

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©️wortzeitlos

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Foto: wortzeitlos

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spuren

erinnerungen tropfen
auf unsichtbare spuren
die zeit schlüpft
durch die ritzen

spuren vieler erinnerungen
verlieren sich in der zeit
unzählbar, unsichtbar
am dunklen himmel
der vergangenheit –

hinter den sternen
beginnt die ewigkeit.

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©wortzeitlos

alles im dunkeln

was noch im dunkeln
keimt
hat keine form,
keine kontur
tastet blind
nach dem licht,
um sich selbst
zu finden.

auch für uns
und für das,
was wir jetzt tun,
reicht das licht
nur bis zu unserer
nasenspitze –
alles dahinter
schwelt im dunkeln,
auf züngelnden
flammen wartend.

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©️wortzeitlos

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Foto: wortzeitlos

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kein zeichen

in absolutem schweigen
vertiefen sich die falten
(an meiner stirn)

gefühle hämmern im herzen
doch es kommt kein zeichen
(von dir)

***

kerzengerade tannen
wiegen sich im wind,
dankbar für das mondlicht

***

in der mitte des weges
entgleisen (meine) wünsche
und doch überdauern
sie die zeit –
mein mantel aus staub
deckt sie zu,
sanft wie die ewige nacht

***

weit hinter den sternen
lächelt meine seele,
blickt auf
die welt hinab –

und sucht dich …

 

©wortzeitlos

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pixabay.com

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die zeichen der zeit

schemenhaft blaß
sind die quellen der zeit
unter dem staub des
vergessens,
das schweigend lauscht
auf die zeichen der zeit
wartend

doch die vergangenheit
schläft nicht,
der alptraum wiegt schwer
auf den schultern der opfer –
vor nicht einmal hundert
jahren.

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©wortzeitlos

wunder

wunder werden
auf flügeln der
hoffnung getragen
fliegen hoch,
der sonne entgegen

fliegen hoch,
nachts zu den sternen
damit sie als sternschnuppe
auf die erde fallen
und wir, die sie bemerken,
uns ein wunder
wünschen können

 

©wortzeitlos