eine handvoll mondlicht
verliert sich
in dem nachtdunklen
zimmer ruhende
gedanken träumen
die worte von morgen
©wortzeitlos
.
eine handvoll mondlicht
verliert sich
in dem nachtdunklen
zimmer ruhende
gedanken träumen
die worte von morgen
©wortzeitlos
.
die zeit verläuft
auf deinem gesicht
wie schminke
unter tränen
eine landschaft mit
gräben, flecken, linien,
unebenheiten
malt dir die zeit
auf dein gesicht
es sind spuren der reife,
sagst du
die falten, die altersflecke
die roten adern
die unreinheiten –
so kommt es immer,
ob du es willst oder nicht
und doch war dein gesicht
noch nie so rein,
so lichtdurchflutet
hinter der trüben iris
ist ein leuchten,
da strahlt ein wissen
wenn deine lider
sich für immer schließen
werden zwei sterne für mich
jede nacht leuchten
von wo auch immer ich
nach oben blicke
©wortzeitlos
–
gedanken sind
manchmal unentschlossen,
von worten umkreist
wissen nicht
was sie sagen wollen
welche worte sie
wählen sollen
gedanken brauchen bedenkzeit
oder eine denkpause
bis klarheit herrscht
©wortzeitlos
.
der wind regt sich
streift die äste
spielt mit den losen blätter
auch sie fallen hinunter
die straßen sind
mit blättern übersät
meine füße waten
in ihrer vergänglichkeit
verfangen sich in den worten
die sie vor ihrem
winterschlaf flüstern
es wird ein schlaf
ohne erwachen sein –
die worte sickern
in meine gedanken
die verblichenen blätter
leben in ihnen weiter,
atmen in mir reihen
sich zu einem gedicht
©wortzeitlos
–
alle worte,
die am tag fallen
liegen abends auf den straßen
sie rutschten durch die lippen,
wurden ausgesprochen
und fielen unbemerkt hinunter
von füßen getreten, zerquetscht
liegen sie überall verstreut
manche leuchten noch
leuchten heller
als ein stern
keiner sieht es
keiner sieht hin
sie schenken ihr licht
dem mond
©wortzeitlos
–
dein lächeln
hinter bezaubernden
blicken stumm verehrt
jedes nicht gesagte wort ist
wie ein flügelschlag
heimkehrender vögel
deine nächte
mit tanzendem verlangen
gefüllt, endlich bist du hier –
die novemberkälte
verliert sich in der nacht
du bist die wärme
auf meiner haut im spätherbst
während die bäume um das haus
langsam im nebel verschwinden,
ohne zu klagen
©wortzeitlos
–