ein fließen
das leben
das sein
unberührte träume
überdauern die zeit
überbrücken die
entfernung
zwischen dir und mir.
©wortzeitlos
–
ein fließen
das leben
das sein
unberührte träume
überdauern die zeit
überbrücken die
entfernung
zwischen dir und mir.
©wortzeitlos
–
wie schmelzendes eis
auf heißem stein
zerrint der sinn
des lebens
zwischen den fingern
wenn all die zeit
geflossen ist
der fluss
das meer längst
erreicht und die zeit,
die du hattest,
darin versinkt
bis zum grund
und all deine gedanken
und worte
ins vergessen spült …
.
©wortzeitlos
–
ein baum,
etwas einfaches
das lebt und atmet
und ein see
wie ewiger raum
inmitten der welt –
über all das
thronen die götter
am himmel
oder
das schicksal
mit seinem
unsichtbaren plan –
für den baum,
für den see,
für uns …
.
©wortzeitlos
–
die stunden alterten
schnell
an diesem tag
und auch die schatten
in der sonnigen ecke
ich spürte ihren
langen atem –
verbraucht, staubig
tummelten sich
auf kleinstem raum
dann kam der abend
und vertrieb die schatten
in die dunkelheit hinaus
sie folgten den lockrufen
der nacht, ihre atemwolken
zurücklassend
.
©️wortzeitlos
–

Foto: wortzeitlos
.
die zeit umkreist
den kern,
der in tiefster lage
unter aller schichten
atmend schweigt
die ringe um ihn
werden größer, weiter
der atem schwerer,
durchtränkt mit träumen
und sehnsucht
noch scheut der kern
das licht in dunkler ferne
noch strebt er nach leben
und sucht das wahre,
das tiefe wissen über sich selbst –
doch die zeit zieht ihre kreise,
dem licht entgegen,
ins unendliche meer
der vergänglichkeit
hineinfließend …
©wortzeitlos
–
ein denker oder dichter
mit regennassen papieren
auf den knien
liest seine verwaschenen worte
auf schmutzigweißen seiten
eine zerdrückte bierdose
vor seinen füßen
dem wuchernden unkraut
zum opfer gefallen
die stille des verlassenen ortes
lässt das unkraut schneller wachsen –
aber nicht mehr lange
motorengeräusch in der nähe
aufheulende arbeitswut
weist die wild gewordene natur
in ihre schranken
es gibt hier noch spuren
vom leben,
es gibt hier noch worte –
der verlassener ort ist
noch nicht ganz verloren.
©wortzeitlos
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