im zwielicht

du und deine worte bleiben, schweben zwischen uns und zeichnen welten im lichtkreis des mondes. unsere zwiesprache findet im zwielicht statt, der abend ist voller schatten, die silben spiegeln sich im falschen schein, der dich umhüllt. das blatt papier bleibt weiß, ahnungslos schimmert es matt in meiner hand, ich wollte dein gesicht darauf zeichnen,  deine worte aufschreiben, aber alles bleibt verborgen hinter dem falschen schein; leuchtet, als stammte er vom mond, doch wir beide wissen, der mond ist weit weg. das zwielicht umkreist dich, du wirst es nicht los – und mein innerer zwiespalt wächst.

 

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wolkenbilder

ich sehe, wie gesichter
der wolkenbilder
schwinden
ihr glücksleeres lächeln
hinterlässt keine spuren

sie tauchen in das
blaue himmelmeer
hinein,
niemand wird sich
an sie erinnern

morgen kommen sie
wieder
neue wolkengesichter
tauchen auf
über mich

 

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morgenworte

am morgen
wenn die stunden
kristallblau leuchten
erwachen die worte in mir

ich öffne das fenster
ein tiefer atemzug
ruft die gedanken herbei

denke ich an früher,
regen sich meine gefühle –

es ist alles da,
was ich zum schreiben
brauche

 

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sehnsuchtsvoll

sehnsuchtsvoll ist die zeit
zwischen schillernden zeilen
geschrieben
vom leben selbst

zu einer möglichen nähe
muss man sich bekennen
oder seine worte verstecken
bis die gedanken schweigen

 

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morgenröte

morgenröte küsst
die wolken wach
träume fallen
in den schoß
der zart gewebten stille

schutz suchend
vor dem alltagsgefecht

und
vor dem vergessen

 

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das jetzt

das jetzt ist alles
das jetzt ist hier
geschieht jetzt
der atem des lebens
ist das jetzt
was zählt
das reale, greifbare
jetzt

und der herbst mittendrin
in jedem augenblick

jetzt

 

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